• Ein weiterer Saisonstart während der Pandemie


    Es geht wieder los, und wir starten, nach 2 abgebrochenen Meisterschaften, einen 3. Versuch. Der erste Schritt dazu wurde gestern mit der 1. Runde unternommen, die uns zum BSV Voith II nach St. Pölten brachte. Wie immer war im Vorfeld nicht so ganz klar, wo welche Mannschaft steht. Auch wenn genügend Zeit zur Vorbereitung war - wenn schon von vorne herein wieder nicht klar ist, wieviele Runden (man soll ja nichts beschreien und von einer ganzen Meisterschaft sprechen) durchgeführt werden können, ist es psychisch nicht so einfach sich so zu motivieren, wie es notwendig wäre.

    Nun aber zu den Ergebnissen im Einzelnen:

    Im Eröffnungsdurchgang starteten für uns Harald Pelzlbauer (gg. Quirin Florian) und Dominik Gartner (gg. Ebner Patrick). Harald begann eigentlich recht stark, verlor ins Räumen aber zusehends an Boden und versemmelte dann am vorletzten Wurf unnötig den Satzpunkt (139 gg. 143). Im 2. Satz hatte er dann so seine Probleme und mußte auch diesen, diesmal deutlicher mit 131 gg. 146 abgeben. Gleichzeitig hatte auch Dominik einen schweren Stand, denn sein groß aufspielender Gegner hatte immer wieder die besseren Antworten (131 gg. 152 und 149 gg. 163). Im 3. Satz nütze Harald dann die Schwäche des frisch gebackenen U18 Weltmeisters und konnte mit 139 gg. 126 punkten und den Rückstand etwas verkürzen. Dominik spielte mit 157 einen starke Satz - der aber gegen 158 wieder nicht genug war. Seinen Satzpunkt errang Dominik dann erst im Schlußsatz 147 gg. 135, insgesamt starke 584 gg. 608. Harald konnte auf der letzten Bahn noch etwas zulegen (149 gg. 142) und mit dem letzten Wurf noch an seinem Gegner vorbeiziehen (558 gg. 557). So ging es nicht unverdient aber auch nicht unglücklich mit einem 1 : 1 und einem Kegelrückstand von 23 in den 2. Durchgang.

    Diesen bildeten diesmal Mario Pekarek (gg. Ebner Michael) und Zsolt Koncses (gg. Duska Lukas). Mario spielte eine starke, saubere Partie, bei der er seinem Gegner meist die besseren Antworten geben konnte. So sicherte er sich nach Sätzen von 144 gg. 138, 152 gg. 148 und 150 gg. 138 vorzeitig den Mannschaftspunkt. Auch den Schlußsatz brachte er mit 145 gg. 136 auf seine Seite, insgesamt also mit 591 gg. 560 eine überzeugende Leistung. Bei Zsolt gab es viel Licht, aber auch viel Schatten. Licht meist ins Volle, Schatten ins Räumen. Jedenfalls ein insgesamt gesehen knappes Duell, das mit 108 ins Volle von Zsolt großartig begann - den Punkt mußte er mit 140 gg. 143 aber trotzdem abgeben. Ein ähnliches Bild im 2. Satz - nur das der Vorsprung aus dem Vollen diesmal mit 136 gg. 128 reichte. Dann folgte ein starker 3. Satz (148 gg. 144) ehe leider wieder mit 129 gg. 139 der Schatten folgte. Insgesamt blieb der Mannschaftspunkt mit 553 gg. 554 bei den Hausherren - irgendwie ein Ausgleich zum 1. Durchgang.
    Damit stand ein weiterhin knappes Ergebnis, nämlich ein 2 : 2 mit einem Vorsprung von 7 Kegeln für uns auf der Anzeigetafel.

    Die Spannung war im Schlußdurchgang, den Christoph Dobler (gg. Schmidt Christian) und Thomas Newetschny (gg. Skrampal Jan) bildeten, förmlich mit Händen zu greifen. Dobi nützte die Schwäche seines Kontrahenten auf der 1. Bahn lange nicht aus, und setzte sich erst auf den letzten Würfen ab (132 gg. 113), während Tom für seine Verhältnisse einen Fehlstart hinlegte (125 gg. 147). Unser Vorsprung schrumpfte damit auf 4 Kegeln. In Satz 2 war Dobi lange relativ deutlich in Front - mußte aber im Finish doch noch mit 138 gg. 139 den Satzpunkt abgeben. Tom prolongierte seinen Fehlstart leider mit 129 gg. 139, womit wir nun einen Rückstand von 7 Kegeln zur Kenntnis nehmen mußten. Das war der Zeitpunkt an dem die Hausherren tauschten und Christ Felix statt dem wegen einer Verletzung noch an Trainingsrückstand leidenden Schmidt Christian in die Partie kam. Doch irgendwie dürfte der an diesem Tag deutlich stärkere Gegner auch Dobi in seinem Spiel beflügelt zu haben, jedenfalls sah das Publikum in diesem Duell eine ausgezeichnete 2 Hälfte. Den 3. Satz entschied Dobi mit 153 gg. 146 für sich, während Tom mit 122 gg. 122 auf niedrigem Niveau remisierte. Damit war die Partie vor der letzten Bahn ausgeglichen. Hier zeigte Tom plötzlich seine Routine und brachte mit 150 gg. 144 trotz schon verlorenem Duell noch wertvolle Kegeln auf unsere Seite (insg. 526 gg. 552). Im anderen Duell aber wurde über weite Strecken von beiden Seiten ein wahres Feuerwerk abgebrannt - am Ende aber hatte Dobi mit überzeugenden 162 gg. 145 das bessere Ende für sich (insgesamt 585 gg. 543).

    Alles in allem erzielten wir einen guten, wenn auch noch keinen überragenden Mannschaftsschnitt von 566,2 (gg. 562,3) und einen knappen 5 : 3 Auswärtssieg. Ein guter Saisonstart gegen einen starken, wenn auch noch etwas unroutinierten Gegner, der aber über ein sehr hohes Potential für die Zukunft verfügt.

    Schon kommende Woche geht es für uns weiter - und zwar treten wir, wieder auswärts, beim KSV Wien 2 an. Ein immer junges Derby, auf das wir uns (mittlerweile kann man ruhig sagen: wie auf jedes Bewerbsspiel) schon freuen. Wir sind dort auswärts nicht unbedingt in der Favoritenrolle - aber sicher auch nicht chancenlos den einen oder anderen Punkt mitzunehmen.

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