• Knappe Niederlage im Wiener Derby


    Das zweite Spiel dieser Saison, wieder auswärts, führte uns diesmal in die Rustenschacherallee zu den Damen vom KSV Wien. Gegen die heimstarke Mannschaft rechneten wir uns nicht besonders viel aus, aber mit durchwegs ansprechenden Leistungen konnten wir bis zum Schluss gut mithalten und im Endeffekt fehlten uns nur 8 Kegel zum Sieg, bzw. 3 Kegel zum Unentschieden – wie zuletzt in St. Pölten wieder eine ganz knappe Entscheidung zu unseren Ungunsten. Auch wenn das Glück momentan nicht unbedingt auf unserer Seite ist, so stimmen uns doch die Leistungen zuversichtlich, dass es irgendwann einmal mit dem Erfolg klappen wird.

    Im ersten Durchgang wurde unser Küken Sandra Stöckl gegen die Nummer 1 der Gastgeberinnen, die tschechische Legionärin Veronika Petrov, sozusagen „geopfert“ und hatte natürlich einen schweren Stand – die ersten drei Sätze waren mit 126, 124 und 125 für ihre Verhältnisse akzeptabel, für einen Satzpunkt aber zu wenig. Erst im letzten Satz ließ Sandra ihr Talent wieder einmal aufblitzen – mit starken 159 Kegeln konnte sie ihre Gegenspielerin zwar fordern, aber nicht bezwingen, da selbige 166 Kegel zu Fall brachte. Mit einer letztendlich guten Gesamtquote von 534 (zu 592) kann man aber zufrieden sein. Auf der anderen Seite startete Ursula Vranitzky grottenschlecht in ihr Spiel und verschenkte mit vielen Fehlwürfen die ersten beiden Sätze knapp (130 zu 133 und 123 zu 129). In der zweiten Halbzeit konnte sie sich endlich besser auf die Bahnen einstellen, aber auch ihre Gegenspielerin, Angelika Angenbauer, fand nun besser in ihr Spiel, sodass es ein heiß umkämpfter Satz wurde, den Ursula mit 147 zu 146 knapp für sich entscheiden konnte. Mit gesamt 400 zu 408 ging es in den entscheidenden letzten Satz, der wieder ein Schlagabtausch auf hohem Niveau werden sollte – mit 103 zu 106 in die Vollen verlor Ursula noch ein paar Kegel, konnte sich aber im Abräumen mit 2 Naturneunern gleich zu Beginn wieder ins Spiel bringen und den Satz letztendlich mit 157 zu 145 ins Trockene bringen und mit gesamt 557 zu 553 punkten. Nach dem ersten Durchgang ergab sich somit ein Zwischenstand von 1:1 mit minus 54 Kegeln.

    Im Mitteldurchgang machte es auch Michaela Rirsch gegen Ingrid Rapf sehr spannend – zur Halbzeit lag sie mit 258 zu 277 und nur einem halben Satzpunkt zurück, also mussten für den Mannschaftspunkt die Sätze 3 und 4 gewonnen werden; mit 143 zu 131 und 151 zu 147 erledigte sie ihre Aufgabe gewohnt zuverlässig und somit wanderte der Punkt auf unsere Seite, obwohl Michi mit 552 zu 555 weniger Gesamtkegel hatte. Im anderen Duell bescherte uns Renata Vilov wieder Licht und Schatten in extremer Form – entfesselt startete sie mit tollen 178 Kegeln (91 Volle/87 ins Abräumen) im ersten Satz, worauf ernüchternde 123 Kegel im zweiten Satz folgten. Mit gesamt 301 zur Halbzeit stand es 1:1 an Satzpunkten gegen Marina Laibacher, die 285 Kegel auf die Anzeige brachte. Im dritten Satz sollte es aber noch schlimmer kommen – Renata kam mit den doch etwas rutschigen Kugeln überhaupt nicht zurecht und stürzte auf 104 Kegel ab, während ihre Gegenspielerin 140 Kegel erzielte. Vor dem Schlusssatz lag Renata nun mit 1:2 und 405 zu 425 im Hintertreffen, konnte sich aber nach Gleichstand in die Vollen mit einer guten Abräumleistung noch einmal zurückkämpfen und den Satz mit 139 zu 121 gewinnen, allerdings reichte es gesamtkegelmäßig mit 544 zu 546 knapp nicht zum Mannschaftspunkt, der im Endeffekt das Unentschieden bedeutet hätte.

    Für den Schlussdurchgang ergab sich nun ein Zwischenstand von 2:2 mit minus 59 Kegeln. Hier gingen nun wieder unsere beiden Neuzugänge, Nevenka Jokovic (gegen Maria Ertl) und Karin Niederwimmer (gegen Elisabeth Drechsler) ans Werk. Nevenka lag zur Halbzeit bei Satzgleichstand kegelmäßig mit 282 zu 264 vorne, während Karin mit 306 Kegeln einen tollen Start hinlegte und ihrer Gegenspielerin beide Sätze abknöpfte, die mit 292 Kegeln auch nicht gerade schwach spielte. Zu diesem Zeitpunkt war der Kegelrückstand schon auf 27 geschrumpft. Im dritten Satz konnte sich Nevenka mit 138 zu 125 durchsetzen, während Karin mit 124 zu 145 einen kleinen Durchhänger hatte. Vor dem entscheidenden letzten Satz lagen wir nun mit 35 Kegeln zurück. Hier plagte sich Karin auf 133 Kegel, die gegen 136 Kegel leider nicht ganz reichten, um den dritten Satzpunkt und somit den für ein Unentschieden notwendigen Mannschaftspunkt zu ergattern – trotzdem eine starke Leistung mit gesamt 563 Kegeln (zu 573 Kegeln). Im anderen Duell zündete Nevenka im Finish ein Feuerwerk – mit überragenden 176 Kegeln (104 Volle/72 ins Abräumen) ließ sie ihrer Gegenspielerin keine Chance auf den Satzpunkt, die nicht so schlechte 145 Kegel erzielte und auch der Gesamt-Kegelrückstand schmolz dahin – aber leider verblieben am Ende noch plus 7 Kegel für KSV Wien auf der Anzeige, die unsere 5:3-Niederlage besiegelten. Nevenka erzielte mit 596 (zu 534) Kegeln eine tolle Gesamtquote und gleichzeitig Tagesbestleistung.

    Das nächste Spiel dürfen wir nun endlich auf der eigenen Anlage bestreiten – im ersten Heimspiel dieser Saison haben wir die Damen vom SK FWT Composites Neunkirchen zu Gast. Hier hängen die Trauben naturgemäß sehr hoch, nichtsdestotrotz werden wir aber wieder alles daran setzen, eine gute Leistung abzuliefern und den einen oder anderen Spannungsmoment zu erzeugen.

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