• Starke Leistung - unbelohnt


    Die 6. (und hoffentlich diesmal nicht letzte) Herbstrunde führte uns ins Burgenland, zu einem der Mitfavoriten um den Titel, dem SKV Schlaining. Die Burgenländer haben durchaus Aufstiegsambitionen und einen starke Mannschaft, und, im Gegensatz zu unserer Begegnung in der letzten, abgebrochenen Saison, auch schon deutlich mehr Routine auf ihrer umgebauten Heimanlage in Kleinwarasdorf. Wir waren daher nur ein ambitionierten Außenseiter - der Druck eher bei den Hausherren.

    Nun aber zu den Ergebnissen im Einzelnen:

    Im Eröffnungsdurchgang starteten für uns Zsolt Kinces (gg. Horvath Peter) und Thomas Friedl (gg. Baumgartner Stefan). Unsere beiden Matchwinner aus dem Vorjahr, die auf dieser Anlage beide sensationelle Leistungen erzielt hatten, spielten wieder richtig gute Partien. Zwar hatte Zsolt einen kapitalen Fehlstart mit 127 gg. 161, erfing sich dann aber sehenswert mit 160 gg. 164 und brachte mit dem 3. Satz mit herausragenden 185 gg. 158 nochmals Spannung in sein schon verloren geglaubtes Duell. Im Schlußsatz reichte es dann aber nicht mehr um seinen ausgezeichnet spielenden Gegner doch noch den Mannschaftspunkt zu entreißen (138 gg. 150). Dennoch sehr starke 610 gg. 633. Thomas hatte gleichzeitig mit 140 gg. 128 und 144 gg. 110 einen sehr guten Start gegen einen indisponierten Heimspieler. Die Gastgeber zogen dann auch logischerweise die Notbremse und brachten mit Treiber Peter einen starken Ersatzspieler zum Einsatz. Das zeigte auch Wirkung, denn mit 152 gg. 158 und 138 gg. 144 mußte Thomas beide noch verbliebenen Satzpunkte abgeben - der Mannschaftspunkt aber ging mit sehr guten 574 gg. 540 deutlich an uns. So ging es mit einem 1 : 1 und einem Vorsprung von 11 Kegeln in den 2. Durchgang.

    Diesen bildeten diesmal Harald Pelzlbauer (gg. Postmann Alexander) und Dominik Gartner (gg. Papp Bela). Harald spielte eigentlich ganz gut, kämpfte tapfer um jeden Kegel, hatte aber trotzdem nie eine wirkliche Chance, auf dieser Anlage zu reussieren und mußte schließlich mit 530 gg. 553 die Segel streichen. Ganz anders, weil hochklassig, das andere Duell, in dem Dominik mit 152 gg. 154 den 1. Satz knapp abgeben mußte, in Satz 2 aber mit 159 gg. 129 zu überzeugen wußte. Satz 3 war dann ein Kampf auf biegen und brechen, den schließlich wieder Dominik mit 162 gg. 157 für sich entschied. Leider war dann im Schlußsatz etwas der Wurm drin, denn mit 128 gg. 161 mußte er nicht nur den Schlußsatz abgeben, sondern es blieb nach einem Herzschlagfinish bei 601 gg. 601 nur die Mannschaftspunkteteilung. So ergab sich ein Zwischenstand von 1,5 : 2,5 zu Gunsten der Gastgeber, der leichte Vorsprung war nun ein leichter Rückstand (-12 Kegeln).

    Jetzt sollte Thomas Newetschny (gg. Lassakovits Rene) und Christoph Dobler (gg. Treiber Thomas) den Karren für uns aus dem Dreck ziehen. Keine leichte Aufgabe gegen den starken Schlußdurchgang der Gastgeber - aber unsere Beiden starteten gut in die Mission hinein. Tom mußte mit 149 gg. 150 zwar den 1. Satzpunkt abgeben, doch Dobi spielte stark und punktete mit 156 gg. 151 (noch 8 Kegeln Rückstand). In Satz 2 hielt das Niveau auf beiden Seiten nicht - diesmal punktete Tom mit 139 gg. 136, Dobi mit 126 gg. 128 nicht. Trotzdem 1 Kegel aufgeholt - noch 7 Kegeln. Satz 3 brachte dann, wie so oft, die Vorentscheidung. Zunächst sah es so aus, als würde sie zu unseren Gunsten fallen, dann in die Vollen waren wir schon um einige Kegeln an den Gastgebern vorbeigezogen - doch ins Räumen lief es dann genau in die andere Richtung. Schließlich mußte Tom mit 138 gg. 160 seinen Satzpunkt deutlich abgeben, Dobi behielt mit 138 gg. 133 die Oberhand, der Rückstand war aber nun wieder auf 24 Kegeln angewachsen. Auch im Schlußsatz konnte Tom dann nicht mehr mit seinem starken Gegner mithalten (136 gg. 150, insgesamt 562 gg. 596). Dobi ließ nochmals einen starken Satz folgen (157 gg. 154) - zu mehr als dem Mannschaftspunkt (577 gg. 566) reichte es dann aber nicht mehr.

    Am Ende mußten wir die beiden Tabellenpunkte im Burgenland lassen (2,5 : 5,5) haben aber die Erkenntnis mitgenommen, daß wir auch mit 2 prominenten Ausfällen auswärts gegen einen Meisterschaftsmitfavoriten bis ganz zum Schluß mithalten, und einen ordentlichen Schnitt von 575 Kegeln erzielen können.

    Kommende Woche hätten wir wieder einmal ein Heimspiel - und zwar gegen Neunkirchen 2. Zunächst müssen wir die Entscheidungen der Bundesregierung, und dann die Reaktionen der Sport Austria sowie des Dachverbandes ÖSKB abwarten, ob bzw. unter Einhaltung welcher Bedingungen die Meisterschaft heuer fortgesetzt werden kann. Hoffentlich dürfen wir weiterspielen - es nervt nämlich langsam, immer wieder abbrechen zu müssen.

    Spielbericht.pdf
  • Livestream Videos

  • Spielvorankündigung

  • Spielvorankündigung

  • Spielvorankündigung