• Krimi gegen den Tabellenführer


    Die 6. Herbstrunde brachte uns Besuch aus dem Burgenland - der Tabellenführer SKK Steinberg gab sich in Simmering die Ehre. Wir hatten uns vorgenommen, die eine oder andere Schwäche von vergangener Woche auszumerzen, eine möglichst gute Leistung zu bieten, und so vielleicht am Ende den einen oder anderen Tabellenpunkt zu erobern. Kein leichtes Vorhaben, aber eines, dem doch ein gewisser Erfolg beschieden war.

    Nun aber zu den Ergebnissen im Einzelnen:

    Im Eröffnungsdurchgang starteten für uns Rückkehrer Mario Pekarek (gg. Krecht Manfred) und Michael Grötz (gg. Nemeth Laszlo). Mario zeigte von Beginn an, warum wir ihn in den letzten Wochen so schmerzlich vermißt haben, denn mit 141 gg. 127 und 146 gg. 143 punktete er gleich einmal doppelt. Michi hatte trotz ebenfalls gutem Beginn einen schwereren Stand (148 gg. 160 und 137 gg. 145). Satz 3 brachte dann in beiden Partien einen kleinen Umschwung, denn obwohl Mario sich auf sehr gute 154 steigern konnnte, reichte das gegen 157 nicht zur Vorentscheidung - gleichzeitig verkürzte Michi aber mit ausgezeichneten 162 gg. 131 eindrucksvoll auf 1 : 2. Der Schlußsatz verlief dann schon dramatisch, denn Mario remisierte bei 145 (was ihm mit 586 gg. 572 den Mannschaftspunkt brachte), während Michi zwar ebenfalls gute 145 erzielte, sich aber gegen 152 letztlich trotz Kegelmajorität mit 592 gg. 588 1 : 3 geschlagen geben mußte. Eine sehr starke Leistung unseres Startduos die zwar nicht sofort voll belohnt wurde (denn es stand nach dem 1. Durchgang 1 : 1 bei 18 Kegeln Vorsprung), die sich im Verlauf des Spieles aber noch als ungemein wertvoll erweisen sollte.

    Im 2. Durchgang waren wir laut der Papierform in beiden Duellen eher Außenseiter, denn Christoph Dobler bekam es mit der Nr. 1 der Gäste, Orban Richard, und der eingesprungene Franz Pakarek mit Baumgartner Thomas zu tun. Dobi spielte brav, ohne große Höhen und Tiefen, aber wieder nicht auf dem Niveau, daß er uns heuer schon gezeigt hat (555) - war aber gegen den ungarischen Legionär der Gäste, vor allem zu Beginn, ohnehin auf verlorenem Posten. Dieser zeigte bis zur Halbzeit phantastischen Kegelsport (349 !) fiel dann aber etwas ab - es reichte aber immer noch zu ausgezeichneten 633. Gleichzeitig konnte Franz nur auf der Startbahn an seine zuletzt gezeige Leistung anschließen (137 gg. 125), um dann aber seinen Kontrahenten mit Verlauf der Partie immer weiter aus den Augen zu verlieren (511 gg. 564). So mußten wir nach dem Mitteldurchgang einen eher unerfreulichen Zwischenstand von 1 : 3 bei 113 Kegeln Rückstand zur Kenntnis nehmen.

    Uns blieb aber immer noch der Schlußdurchgang, den diesmal Thomas Newetschny (gg. Wildzeiss Roman) und Harald Pelzlbauer (gg. Heisinger Franz) bildeten. In beiden Duellen waren die unsrigen im Vorfeld favorisiert worden - und, wenn auch etwas zögerlich, wurden sie dieser Favoritenrolle von Beginn an gerecht, denn in Satz 1 blieben mit 148 gg. 138 bzw. 140 gg. 135 beide Satzpunkte in Simmering. Damit war einmal ein Anfang gemacht, der Rückstand betrug aber noch immer 98 Kegeln.

    In Satz 2 remisierte Tom bei sehr guten 148, Haralds Gegner hatte einen kleinen Einbruch, den dieser zwar nur bedingt ausnützen konnte, doch 135 gg. 108 bedeuteten jedenfalls den Satzpunkt - noch 71 Kegeln Rückstand.

    Bei diesem Tempo war zu befürchten, daß uns bei unserer Aufholjagd die Wurf ausgehen könnten - da brachte die 3. Bahn die Wende. Tom, derzeit unter Druck einfach unglaublich stark, legte sensationelle 177 Kegeln um (gg. 128) und auch Harald bewies, daß für ihn derzeit eine starke Bahn jederzeit möglich ist (163 gg. 152). Damit waren beide Duelle vorzeitig zu unseren Gunsten entschieden, und es ging nur noch um die Kegeldifferenz, wobei der Rückstand nun auf 11 Kegeln geschmolzen war.

    Die spielentscheidende Schlußbahn konnte dann wiederum Tom deutlich für sich entscheiden (155 gg. 127 - insgesamt ausgezeichnete 628 gg. 541) während Harald plötzlich zu kämpfen hatte, den Kegelverlust mit 136 gg. 139 aber in Grenzen halten konnte (insges. 574 gg. 534), sodaß am Ende ein 14 Kegel Vorsprung zu Buche stand.

    Letztlich erreichten wir einen am oberen Ende unserer derzeitigen Möglichkeiten liegenden Mannschaftsschnitt von 574 (gg. 572) und mit 5 : 3 zwei wertvolle Tabellenpunkte in einem Spiel, daß für viele schon verloren geglaubt war, bei dem uns aber das Glück der knappen Entscheidungen im letzten Moment wieder hold war.

    In der kommenden Woche wird es in dieser sehr ausgeglichenen Liga wieder nicht einfacher für uns, denn wir sind bei einem der beiden Superligaabsteiger in Krems zu Gast. Die Niederösterreicher haben eine starke, routinierte Mannschaft, die Bahn hat ihre Tücken, und so müssen wir wieder auf unsere eigene Leistunge schauen, und sehen, ob dann für uns dort etwas möglich ist.
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